… und sein Themenprogramm „Das andere Amerika in Liedern“


In Zeiten der Abschottung der USA („America First!“) und der Präsidentschaft Donald Trumps blicken wir mit diesem Programm darauf zurück, dass es auch andere Musikkulturen in Amerika gab und gibt. Das Programm „Das andere Amerika in Liedern“ zeigt daher die musikalischen Entwicklungen aus einer sozialgeschichtlichen Perspektive. Abseits des Mainstreams gab es in Liedern immer schon ein „anderes Amerika“: Beim Eisenbahnbau, auf den Sklavenfarmen und in den Gottesdiensten der Schwarzen, in den Arbeitercamps, bei den Streikposten, in den Mietskasernen und in den Gefängnissen und in den Armenvierteln der Großstädte. Diese Musik fand ihren Widerhall auch in den am Broadway gespielten Musicals, und sie war die wichtigste Basis des Blues und der Rockmusik. Diese musikalische Vision gibt es heute immer noch – trotz Trump und gegen ihn.

Wir nehmen das Publikum mit auf eine Reise in dieses andere Amerika in seinen Liedern – aber nicht mit Tafel und Zeigestock. Stattdessen gibt es viele lebendige Songbeispiele von der frühen Popmusik aus Bürgerkrieg und Arbeiterbewegung über Folk und Rock’n’Roll bis zum Songwriting à la Joan Baez, Pete Seeger und Bob Dylan. Berücksichtigt werden natürlich auch die Lieder der schwarzen Bevölkerung vom Gospel über Blues und Soul bis zum Jazz.

Das Programm soll an die internationale, integrative Kultur der USA erinnern und ein Gegenpol zu den aktuellen nationalistischen Bewegungen sein. Aber natürlich ist es auch eine Zeitreise durch viele faszinierende Musikgenres und ein Wiederhören mit alten Bekannten, bei dem Spaß und Mitmachen gern gesehen sind. In nur 100 Minuten durch 150 Jahre USA – ein zügiger, aber keineswegs hektischer Ritt durch den wilden Westen.