Ruhrfestspiele 2022: Brot und Rosen – Lieder für eine bessere Welt

Ruhrfestspiele 2022: Brot und Rosen – Lieder für eine bessere Welt

Eigentlich sollte das Programm „Brot und Rosen“ mit alten und neuen Liedern für eine bessere Welt schon 2020 aufgeführt werden. Aber dann kam Corona, und die Ruhrfestspiele fielen – zumindest live – zwei Jahre lang aus. Aber am 8. Mai 2022 war es endlich soweit: Fünf Ensembles – unter anderem auch wir – präsentierten ein vielfältiges Abendprogramm.

„Bread and roses“ – Brot und Rosen – war die Forderung US-amerikanischer Arbeiterinnen in einer großen Streikaktion, die dem gleichnamigen Lied weiterlebt. In solchen Liedern der Arbeiterbewegung wird ihr Impuls für eine freie und gerechte Welt immer wieder lebendig. Auch heute entstehen überall auf der Welt immer wieder neue Songs, mit denen gegen krasse soziale Ungleichheit, Unterdrückung und Kriegsgefahr angesungen wird. Die sozial engagierten und politischen Lieder von heute kommen in den vielfältigsten Formen daher, als Folksong, Popballade, Rockmusik, Rap und Punk. Mit dem Liederabend „Brot und Rosen!“ haben wir solche neuen Songs vorgestellt, aber auch an die alten Lieder der Arbeiterbewegung erinnert.

Die Mitwirkenden:

  • Der Chor Chorrosion aus Bochum mischt sich mit eigenen Programmen seit 1984 politisch-musikalisch ein – für Gewerkschaftsrechte, gegen die Rechtsentwicklung und für Solidarität mit Migrantinnen und Migranten.
  • Die Grenzgänger gehören zu den wichtigsten deutschen Folkgruppen und haben sich u.a. mit ihren zeitgenössischen, temporeichen Interpretationen historischer Lieder mehrere Preise der Schallplattenkritik erspielt.
  • Spätlese aus Hannover präsentieren gitarrenlastigen Folkrock mit politischen Bezügen.
  • Internationale Bezüge stellt das deutsch-chilenische Duo Contraviento her, die von den Protesten gegen Neoliberalismus und Diktatur in Lateinamerika singen.
  • Cuppatea aus Münster stehen für aktuelles politisches Songwriting mit deutschen Texten, teils beißend satirisch, teils mitsing-geeignet.

Einen herzlichen Dank an die Ruhrfestspiele, die dieses Projekt trotz der Pause nie aus dem Blick verloren und jetzt ermöglicht haben. Hier ein paar Fotos vom Konzert.